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Ab 31. Mai 2026 um 11:00
Horst Sauerbruch – Das Fest

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Der Künstler und Akademieprofessor wurde am 31. Mai 1941 in Rom geboren und starb am 16. Oktober 2021 in München. Die „Villa Maria“ fühlt sich Horst Sauerbruch besonders verbunden, sowohl mit dem Künstler als auch mit dem Menschen. Es war immer eine große Freude, wenn seine farbintensiven abstrakten Bilder das Leben feierten und auch die „Villa Maria“ zu einem Ort der Lebensfreude verwandelten. Bis zu seinem Tod fühlte er sich in der Galerie - wie er selbst sagte - „wie zuhause“.


Wir freuen uns, dass seine Frau Margarita nach wie vor Gast unserer Ausstellungen ist und auch sie sich in dem Kulturraum, der die Galerie sein will, zuhause fühlt.                                  

 

Ab dem 31. Mai wird es also wieder besonders bunt und lebendig in der Galerie. 

Einführungsrede zur Ausstellung Horst Sauerbruch - ein Fest am 31.5.2026 von Ernst Geyer Guten Morgen - schön, dass sie den Weg in die Galerie Villa Maria gefunden haben. Wir eröffnen heute die Ausstellung: Horst Sauerbruch – Das Fest. Für mich ist es immer wieder ein Fest, eine Ausstellung mit seinen Bildern zu eröffnen – diese ist seine fünfte in dieser Galerie. Bei manchen Kreativen hat man das Gefühl: Ihr Werk gehört eindeutig in die Zeit, in der sie leben oder lebten.
Bei anderen denkt man: Merkwürdig – die Bilder altern einfach nicht. Zu diesen Malern gehört für mich Horst Sauerbruch.
Er wäre heute 85 geworden. Wenn man heute – fünf Jahre nach seinem Tod - seine Bilder sieht, dann spürt man, dann spüre ich: Hier hängt nichts Museales. Nichts Abgelegtes. Diese Bilder haben noch immer Spannung. Noch immer Unruhe. Noch immer Gegenwart. Vielleicht liegt das daran, dass Horst Sauerbruch nie ein Maler der großen Gewissheiten war. Während Kollegen seiner Generation ihre Programme, ihre eindeutigen Positionierungen hatten, ihre Manifeste, ihre theoretischen Geländer, schien Sauerbruch vor allem eines zu interessieren: der flüchtige Moment. Dieses schwer greifbare Dazwischen von Menschen, Räumen, Bewegungen. Seine Bilder wirken oft so, als hätte er nicht Szenen gemalt, sondern Szenen erinnert. Genau das macht seine Bilder so lebendig. Man sieht Andeutungen, vor allem aber Farben, die sich gegenseitig antreiben. Nichts steht still. Alles scheint in Bewegung zu sein – als würde das Bild noch denken, während man es anschaut. Dabei haben seine Arbeiten etwas wunderbar Unangestrengtes. Sie wollen nicht belehren. Sie posieren nicht. Sie drängen sich nicht auf. Und genau das ist so erstaunlich modern. Denn wir leben ja inzwischen in einer Zeit, in der permanent alles nach Bedeutung und Sinndeutung ruft. Alles erklärt sich. Alles kommentiert sich selbst. Sauerbruchs Bilder tun das Gegenteil: Sie vertrauen dem Blick des Betrachters. Vielleicht berühren sie deshalb noch immer …und immer wieder. Sie zeigen etwas, was selten geworden ist: Ambivalenz. Atmosphäre. Offenheit. Kunsthistorisch bewegte er sich irgendwo zwischen expressiver Figuration und freier Malerei – aber ehrlich gesagt: Solche Kategorien helfen nur bedingt. Sauerbruch entzog sich diesen Schubladen mit einer fast sympathischen Sturheit. Er blieb Maler. Punkt. Einer, der Farbe nicht als Dekoration verstand, sondern als Energie. Einer, der wusste, dass ein Bild nicht perfekt sein muss, um wahr zu sein. Und vielleicht liegt genau darin die besondere Qualität seiner Bilder:
Man begegnet hier keinem abgeschlossenen Werk, sondern einem Künstler, dessen Bilder weiterarbeiten. Das ist selten genug geworden. (Den Galeristen und auch Horst Sauerbruch würde es freuen, wenn Sie sich seinen Aufruf zum Weiterdenken für Ihr Zuhause sichern wollen.) Als argumentative Unterstützung bieten für alle, die in die Sauerbruchsche Malwelt nochmal so richtig eintauchen wollen, zur Finissage dieser Ausstellung am 12. Juli ein „Bildfindungsgespräch“ an – geführt zwischen dem Kunstpädagogen Gerd Schebler und einem Freund Horst Sauerbruchs, dem Psychiater Dr. Bernd Vigener – Fragen dazu und das Mitdiskutieren der Galeriegäste ist erwünscht. Sie sind dazu herzlich eingeladen. Ich danke Ihnen fürs Kommen heute – wenn noch Ergänzungen notwendig sind Margarita und Ferdinand? – wenn nein, dann wäre die Ausstellung eröffnet und der Weg frei für Gespräche, Canapes und sommerlichen Wein: nämlich Rose und en intalienischen Sommerwein: den Lambrusco. 31.05. EG

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Fr 16.00 - 20.00 Uhr


Sa 14.00 - 20.00 Uhr


So 14.00 - 18.00 Uhr

Wenn Sie Fragen haben, wir sind für Sie da! 08061 - 92770 

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